Vier Bäume fallen in Stromleitung

Bierbach an der Blies. Am Dienstag, den 14.05.2019 um 14.03 Uhr alarmierte die Feuerwehrleitstelle die Löschbezirke Blieskastel-Mitte und Bierbach an der Blies zu einem Baumfall auf eine Stromleitung Ortsausgang Bierbach a.d.B. Die Einsatzstelle befand sich kurz vor dem Ortsausgang Bierbach. Ein großer Laubbaum mit einem Stammdurchmesser von fast einem Meter ist mit dem Wurzelteller an einem Hang umgestürzt und hatte drei weitere große Bäume umgeworfen. Eine der Baumkronen eines Eichenbaumes traf zuerst eine 400-Volt-Versorgungsleitung, dann die Straße und begrub diese unter sich. Hierbei wurden mehrere Halterungen der Bündelstromleitung an zwei Strommasten abgerissen.

Die Kameraden des Löschbezirks Blieskastel-Mitte sicherten die Einsatzstelle ab, während die Polizei den Verkehr voll sperrte. Mit zwei Motorkettensägen arbeiteten sich die Feuerwehrleute durch die Baumkrone, die quer zur Fahrbahn lag. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte von einem Waldarbeiter des Fachdienstes Wald & Biosphäre der Stadtverwaltung, der zufällig an die Einsatzstelle kam.

Sehr schnell waren auch Mitarbeiter der Stadtwerke Bliestal an der Einsatzstelle. Um einen Stromausfall für Teile des Ortes Bierbach an der Blies zu vermeiden, musste die Feuerwehr in Amtshilfe für die Stadtwerke die Stromleitung von den Bäumen befreien. Hierzu wurden vorsichtig durch mehrere Feuerwehrleute mit Kettensägen die dicken Baumstämme über der Stromleitung entfernt.

Nach 1,5 Stunden war der Einsatz für die Löschbezirke Blieskastel-Mitte und Bierbach an der Blies beendet. Die Feuerwehr Blieskastel war mit drei Fahrzeugen aus Blieskastel und einem Löschfahrzeug aus Bierbach an der Blies mit 11 Einsatzkräften im Einsatz. Hinzu kommt die Polizei Homburg mit zwei Polizisten und einem Streifenwagen und die Stadtwerke Blieskastel mit zwei Fahrzeugen und vier Mitarbeitern. Die Zusammenarbeit untereinander war wie immer vorbildlich und sehr schnell.

Falschparker behinderte die Feuerwehr: Probleme gab es dieses Mal beim Ausrücken des großen Löschfahrzeuges der Bierbacher. Ein Falschparker stand neben dem Feuerwehrgerätehaus, dass das Ausrücken des Bierbacher Löschbezirks verhinderte. "Wir kamen einfach nicht daran vorbei", erläutert Oliver Schlemmer, Löschbezirksführer aus Bierbach a.d. Blies und auch Gruppenführer des Löschgruppenfahrzeuges bei diesem Einsatz. 11 Minuten später war der Falschparker dann endlich weg und das Bierbacher Löschfahrzeug machte sich auf den Weg zur Einsatzstelle, an der die Blieskasteler Kameraden ganze 11 Minuten schon am Arbeiten waren. "Ich möchte mir nicht ausdenken, was das bei einem zeitkritischen Einsatz für die Patienten oder zu rettenden Personen bedeutet hätte", argumentiert Schlemmer abschließend. Die Polizei wird sich dem Falschparker annehmen, mit einer Anzeige ist zu rechnen.

Die Blieskasteler Feuerwehr möchte an dieser Stelle nochmals daran erinnern, dass die Feuerwehrfahrzeuge eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Meter und in Kurvenbereichen sogar fünf Meter benötigen. Die Aufstellfläche für eine Drehleiter oder ein Löschfahrzeug ist fünf Meter breit und 11 Meter lang. "Wir haben immer wieder Probleme mit Falschparkern, die uns an der Anfahrt behindern. Hier appellieren wir an die Autofahrer, nur dort zu parken und zu halten, wo es auch erlaubt ist", so die Verantwortlichen der Feuerwehr. "Ich bin ja gleich wieder weg" oder "ich hätte euch ja kommen gehört" als Ausreden zählen nicht. "Wir können bei einer Menschenrettung unsere Feuerwehr NICHT warten lassen".

Text: Stadt Blieskastel, Fachgebiet 3.2 Brand- und Zivilschutz.

Fotograf: Marco Nehlig / Einsatzdokumentation der Feuerwehr der Stadt Blieskaste

Fotograf: Marco Nehlig / Einsatzdokumentation der Feuerwehr der Stadt Blieskaste